Hier findest Du Beschreibungen und Bewertungen zu verkosteten Weinen.

Bitte beachte: Alle in diesem Blog beschriebenen Weine sind von mir im Handel oder beim Winzer gekauft worden. Sollte dies im Ausnahmefall einmal nicht der Fall sein, findest Du einen deutlichen Hinweis darauf am Beginn der Verkostungsnotiz.

 

Theo Minges, Pfalz – Cuvee MR trocken 2009

Theo Minges, Pfalz – Cuvee MR trocken 2009Tatsächlich: Ein pfälzer VDPler, den ich noch nicht mal vom Namen her kenne.
Die Cuvee MR ist eine klassische Cuvee französischen Stils aus Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot.
Bei diesem Wein schmeckt man die Erfahrung des Winzers.
Er ist – gerade für einen Einsteigerwein – extrem gut abgestimmt und rund.
In Nase und am Gaumen viel schwarze Johannisbeere und etwas Brombeere, zarte Kräuternoten und leichte runde Tannine.
Kein großer Wein, aber ein großartig abgestimmter und erstaunlich französisch.

8,80 EUR / PGV: günstig

Kapraun, Franken – Großostheimer Heiligenthal Bacchus trocken 2012

Kapraun, Franken – Großostheimer Heiligenthal Bacchus trocken 2012Gleich mal ne Literflasche – wenn man damit was kocht, bleibt auch noch was fürs Essen übrig. Sehr gut!
Der Wein auch?
Ja, insgesamt ein einfaches Tröpfchen, handwerklich aber alles im Griff.
Aprikosen- und Pfirsichnoten, lebendige Säure, zischt!

Ca. 5 EUR / PGV: günstig

Erwin Tinhof, Neusiedlersee Hügelland – Leithaberg DAC Neuburger, Weißburgunder trocken 2012

Erwin Tinhof, Neusiedlersee Hügelland - Leithaberg DAC Neuburger, Weißburgunder trocken 2012Schon wieder ein Tinhof – der letzte (Leithaberg Blaufränkisch) war aber auch lecker.
Diesmal was Weißes. Neuburger ist aus meiner Sicht sowieso eine zu wenig beachtete Rebsorte.

In der Nase ganz zart kräutrig, im Mund ein Ausgeburt an Cremigkeit. Für diesen Wein ist ¨Cremigkeit¨erfunden worden. Auch hier ein ganz zarter edler Wein. Ganz angenehme Säure und Melone dabei, langer Abgang.
Ein Musterwein für einen Winterweißweinabend. Aber eher kein optimaler Essenbegleiter, dafür ist er mir zu zart.

16,80 EUR / PGV: angemessen

Alexander Laible, Baden – Riesling ** trocken 2012

Alexander Laible, Baden - Riesling ** trocken 2012Zur Zeit geht es hier probierfreudig zur Sache. Mal hier, mal da ein Fläschen eingekauft oder im Adventskalender vorgefunden.
Diesmal gehts nach Baden und ¨nach¨ Riesling. Riesling ungekostet? Kostet mich immer wieder etwas Überwindung, da es hier einfach viele Weine gibt bei denen die Säure ganz klar den dominantesten Part im Geschmackskanon einnimmt, was mir nicht so gefällt.

Bei diesem Wein spürt man auch eine kräftige Säure, welche sich aber gut eingebunden präsentiert.
Der Wein stellt sich damit sowohl als ein guter Essensbegleiter dar, kann aber auch allein am Abend Spaß machen.
Eine obstige Nase empfängt den Trinker, Pfirsich steht im Vordergrund.
Im Mund zeigt sich Banane, Vanille und eine bemerkenswerte Cremigkeit. Ein langer Abgang tut das Übrige.
Gern wieder Herr Laible.
Ein Merker noch für mich: Der Kühlschrank ist zu kalt.
Gerade bei Riesling merke ich immer wieder. Lieber ein paar Grad mehr, dann kommt die Aromenvielfalt erst richtig zur Geltung.

PGV angemessen

Erwin Tinhof, Neusiedlersee Hügelland – Leithaberg DAC Blaufränkisch trocken 2011

Erwin Tinhof, Neusiedlersee Hügelland – Leithaberg DAC Blaufränkisch trocken 2011Endlich mal wieder ein Blaufränkisch. Das schadet ja nie, insbesondere wenn er aus dem Burgenland ist. Tinhof ist da zudem eine echte und feste Größe.

Die erste Nase lässt erstmal nicht unbedingt bestes ahnen. Eine fruchtig süsse Note weht hier. Dunkle Früchte und marmeladige Assoziationen. Mal gucken.
Am Gaumen dann doch eine Wucht: Kirsche, Gewürze, Beeren, großei Dchte und Harmonie, abei die blaufränkisch typische leichte Saure – keine Marmelade, aber dazu noch zares Holz und noch etwas ruppige Tannine .
Ein toller Wein. Den hätte man noch liegenlassen sollen.

15,50 EUR / PGV angemessen.

Jülg, Pfalz – Spätburgunder Kalkmergel trocken 2012

Jülg, Pfalz – Spätburgunder Kalkmergel trocken 2012Meine bessere Hälfte hat Wein eingekauft. Einen Spätburgunder der Familie Jülg aus der Pfalz.
Der musste natürlich sofort probiert werden, auch wenn er vielleicht für einen roten noch etwas jung ist.

In der Nase zeigt sich der Wein zart und mineralisch.
Das setzt sich im Mund gleichsam fort. Auch hier ein eher zartes Pflänzchen, Mineralik und Gewürznoten im Vordergrund, dahinter schearze Johannisbeeren und Brombeeren. Dazu eine zarte Säure und ein wenig Holz. Im Abgang nicht besonders nachhaltig.
Was soll ich dazu sagen? Gute Frage!
Ein guter Wein – zweifelsohne.
Rund aber vielleicht einen Tick zu rund.

PGV: kein Schnäppchen

Zart schwarze Johannisbeeren, Brombeeren sehr mineralisch Gewürznoten, sehr fein mittlerer Abgang