Forstmeister Geltz Zilliken – Saarburger Rausch Riesling „Diabas“ feinherb 2012

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Forstmeister Geltz Zilliken - Saarburger Rausch Riesling "Diabas" feinherb 2012Der Diabas – benannt nach der neben Devonschiefer beherrschenden Gesteinsart im Saarburger Rausch – ist ein ganz seltenes Exemplar. Nämlich eine halbtrockene Aulese. Geschmacklich geht die Reise da eher in Richtung Großem Gewächs, als in die Richtung einer fruchtigen Auslese. Zum Essen ist das aus meiner Sicht eine ziemlich schöne Sache und geht auch zu gebratenem Fleisch besser als die trockene Variante. Insbesondere dann, wenn man dem Wein ein paar Reifejahre gönnt und die Säure hoch genug ist, damit ordentlich Frische am Start ist. So habe ich den Wein auch anlässlich eines Menüs bei Markus Reis im Zeltinger Hof zu geschmorten Rinderbäckchen, Wirsing und braisiertem Chicorée, Kartoffelpüree und Maronen kennengelernt. Dort passte er bestens!

Fein würzige Nase, dezente Schiefernote, überreife gelbe und kandierte Früchte, Zitrus und ein Hauch reife Erdbeere.

Im Mund dicht, ein sehr gut ausbalanciertes Süße/Säure-Spiel, gelbe Frucht, Orangenschale, feine steinige Mineralität. Feiner Schmelz und etwas Pfeffer. Kraftvoll und schön fokussiert.

Langer, klarer und schöner Abgang.

Mir macht das viel Spaß. Ein Wein, der so wohl nur an der Mosel geht, weil einfach Säure und Würze eine Voraussetzung ist, damit der Wein in überschaubarer Zeit die nötige Harmonie entwickelt, um stilistisch nicht in Richtung einer fruchtigen Spät- oder Auslese zu driften. Nicht zu früh herausgebracht, könnten diese Weine das eine oder andere Sortiment eines Mosel- oder Saarwinzers mit Blick auf die Essenskompatibilität gut erweitern.

 

ca. 30 EUR / PGV angemessen

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