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Nico Espenschied, Rheinhessen – Riesling „Herz+Hand“ trocken 2016

Nico Espenschied, Rheinhessen - Riesling "Herz+Hand" 2016Die Weine der „Herz+Hand“ – Reihe von Nico Espenschied zeichnen sich durch eine besonders schonende und handwerkliche Verarbeitung aus.

Der Riesling wurde von von Hand gelesen mit Maischestandzeit spontan vergoren und ist zum Teil in Edelstahl und zum Teil in Stückfässern aus Wachauer Eiche ausgebaut.

Entstanden ist dabei ein hervorragender und unkomplizierter Wein mit Turbo-Trinkfluss auf hohem Niveau:

Schöne, mineralische Nase. Intensive aber kühle gelbe Früchte, Zitrone und florale Noten.

Im Mund frisch mit einer präsenten, reifen Säure. Dazu Grapefruit und Zitrone und ein festes, kalkig mineralisches Gerüst. Unheimlich saftig und trinkanimierend.

Glasklarer mittellanger Abgang.

Sehr schön!

Ca. 9,50 EUR / PGV angemessen

Nico Espenschied, Rheinhessen – „Herz und Hand“ Riesling trocken 2016

Nico Espenschied, Rheinhessen - "Herz und Hand" Riesling trocken 2016Die bisher von mir getrunkenen Weine von Nico Espenschied haben mir sehr gut gefallen. Allesamt eigenständig und ausdrucksstark. Das ist hier beim 2016er Herz und Hand Riesling definitiv nicht anders. Ich bin mir sicher, dass wir in den nächsten Jahren noch einiges bemerkenswertes aus Flonheim hören und trinken werden!

Mineralische Nase, kühle Würze, gelbe Trockenfrüchte, Kräuter.

Im Mund schön straff. Saftige, gelbe Frucht, aber auch ganz wenig rote Johannisbeere. Feines und wunderbar passendes Gerbstoffbitterl am Gaumen. Zarte Würze und kalkige Mineralität. Feine, gut eingebundene Säure.

Schöner, glockenklarer und recht langer Abgang.

Ein eleganter, feiner und vielschichtiger Riesling, der aktuell noch viel zu jung ist und am zweiten Tag nochmals gewinnt.

Ca. 9,50 EUR / PGV günstig

Nico Espenschied, Rheinhessen – Scheurebe „Savage“ trocken 2015

Unfiltriert und maischevergoren ist die Scheurebe, die wir heute Abend im Glas haben. Zum ersten Mal haben wir den Wein im März in der Weinzentrale in Dresden getrunken. Er gefiel uns so gut, dass wir ein paar Flaschen für zuhause kaufen mussten. Es ist nicht leicht, uns mit Orange zu überzeugen, sind es teilweise schon sehr eigenwillige Weine, insbesondere dann, wenn sie starke oxidative Töne aufweisen und schlechten Apfelwein mehr ähneln als gutem Weißwein. Das ist hier nicht der Fall. Daher öffnen wir die Flasche gern und karaffieren sie gleich, dass sich die Aromen entfalten können:

Recht süße Nase nach Erdbeere, Pfirsich, Stachelbeere. Ein bisschen frisch gemähtes Gras, Gewürze.

Im Mund viel mehr Frische, als die Nase vermuten lässt. Dank schöner Säure und kalkig kühler Mineralität. Trocken. Hagebutten, wieder etwas Stachelbeere, etwas Erdbeere – eher in Richtung Früchtetee, Gewürze, grünes Holz, grüner Pfeffer. Die Orangewein typischen Gerbstoffe sorgen für ein schönes Gerüst und leichtes Bitterl. Nichts Oxidatives. Der mittellange, astringierende Abgang hinterlässt ein wenig saftigen grünen Apfel im Mund.

Das ist sehr schön. Der Wein ist straff, schlank und hat dennoch einen schönen Körper – auch dank der Maischevergärung. Und spannend, wie sich der Wein über den Abend verändert. Sehr gut!

 

Ca. 16,00 EUR / PGV angemessen