Joachim Flick, Rheingau – Hochheimer Königin Viktoriaberg Riesling GG 2012

Eingetragen bei: Verkostung | 2

Vor einigen Wochen war ich auf der Jahrgangspräsentation des Weinguts in Wicker. Die gezeigte Kollektion war insgesamt genauso wie 2015 ausgezeichnet. Auch die gezeigten 2015er GG fand ich hervorragend. Leider konnten nur der Nonnberg und die Hölle gezeigt werden, da der Viktoriaberg schon vergriffen war. Aber zum Glück schlummerte noch eine Flasche aus 2012 in meinem Keller:

Dunkle, sehr würzige Nase. Nasser Stein, Tabak und einen Hauch gelbe Früchte.

Im Mund sehr viel Kräuterwürze, Feuerstein, Kalk, erdige Töne. Im Hintergrund erst etwas Dörrobst und Orangenschale. Dazu noch ganz wenig Zündplättchen und Gummi. Gute, durchaus kraftvolle Säure. Insgesamt sehr saftig, fest gewirkt. Leichtes Gerbstoffbitterl am Gaumen. Durchaus schon recht reif für 2012.

Sehr schöner, ganz klarer, leicht antrocknender aber nicht allzu langer Abgang.

Man schmeckt ganz klar die Hochheimer Herkunft. Der Viktoriaberg ist westlich und östlich von der Hölle umgeben und entsprechend groß sind die Ähnlichkeiten mit den Nachbarsweinen. Insbesondere die dunklen würzigen Aromen mit Feuerstein zeichnen für mich auch die Weine aus der Hölle aus. Die leichten Zündplättchen-Anklänge habe ich so auch in Künstlers Hölle GG aus wärmeren Jahren auf der Schatzkammerverkostung im letzten Jahr schon geschmeckt.

Hervorragender Wein aber mit der fast fehlenden Frucht und der speziellen, dunklen Aromatik auch besonders.

Ca. 25,00 EUR / PGV angemessen

2 Responses

  1. Andreas K

    Ich finde, ein Punkt sollte hier unbedingt noch erwähnt werden, das klasse Etikett der Flasche! Ist etwas Besonderes! 😉

    • kleiner_pirat

      Definitiv, die Queen hat davon auch im Keller, nach dem Motto „A good Hock keeps off the doc!“
      Hock=Hochheimer

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